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Antizipieren Sie den Metallverlust beim Schmelzen und passen Sie Ihren Einkaufspreis an, um Ihre Profitabilität zu sichern.
💡 Typische Verluste: Gold 0,5–1,5% · Silber 1–3% · Platin 0,8–2%
Der Schmelzverlust (auf Spanisch: merma, in der Praxis weit verbreitet) ist der Metallanteil, der beim Schmelzprozess verloren geht. Er entsteht durch Oberflächenoxidation, Verdampfung bestimmter Kupferlegierungen bei hohen Temperaturen und Schweissspritzer. In Standardwerkstätten liegt der Verlust je nach Goldart und Gerät zwischen 0,3 % und 2 %.
Um die Merma in den Einkaufspreis einzuberechnen: Korrigierter Ankaufspreis = Theoretischer Wert × (1 − Verlutsatz). Bei einem theoretischen Wert von CHF 1 000 und einem Verlutsatz von 1 % dürfen Sie maximal CHF 990 zahlen, um nach dem Schmelzen keinen Verlust zu erleiden.
Moderne Induktionsöfen mit kontrollierter Argonatmosphäre reduzieren den Verlust bei Feingold auf unter 0,1 %. Traditionelle Flammenöfen können bei Legierungen mit Zink oder Zinn auf 3 % oder mehr ansteigen.
Die angezeigten Kurse sind indikativ (LBMA Mid-Market). Sie stellen keine Anlageberatung dar.