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Platinschweissverfahren

Verwendung des Knallgasbrenners und Management der Porosität.

Das Löten von Platin gehört zu den anspruchsvollsten Techniken in der Bijouterie. Es erfordert eine spezifische Werkstattumgebung und fortgeschrittene Ausbildung.

Arbeitstemperatur: Kommerzielle Platinlote schmelzen zwischen 1.400 und 1.600°C — weit über den für Gold üblichen 600–900°C. Die Wärmequelle muss lokal über 1.700°C erreichen.

Wärmequellen: Oxy-Hydrogen-Brenner (saubere Flamme ohne Kohlenstoffkontamination, ideal). Oxy-Acetylen-Brenner (heißer, aber Vorsicht vor Kohlenstoff). Schweißlaser (maximale Präzision, kein Risiko globaler Überhitzung — empfohlen für Fassungen).

Porenrisiko: Wenn das Metall beim Löten Gase absorbiert, entstehen Mikroblasen, die die Verbindung schwächen. Arbeiten unter Argonschutzgas oder die Verwendung spezieller Flussmittel löst dieses Problem.

Nachbearbeitung: Einlegen in verdünnte Salzsäure (10% HCl), um Oberflächenoxide zu lösen. Gründliches Spülen mit destilliertem Wasser. Niemals Schwefelsäure (H₂SO₄) verwenden — sie greift Platin nicht an, kann aber Rhodium-Legierungen kontaminieren.